Um fortzufahren, musst du bestätigen, dass du es bist.

Verwende den Bestätigungscode, den wir soeben an deine E‑Mail gesendet haben, um fortzufahren.
Gib den 6‑stelligen Code unten ein, um auf die Seite zuzugreifen, die du öffnen wolltest.
Hast du keinen Code erhalten? Überprüfe deinen Spam-Ordner oder fordere einen neuen Code an.

Neuen Code senden

Lernen Sie unseren Gründer Léon Verhelst kennen.

  1. 1872

    Léon Verhelst wird am 20. Februar 1872 in Diksmuide, Belgien, geboren. Er ist das dritte von zehn Kindern und wächst in der Brauerei seines Vaters, Het Gouden Kruis, auf.

  2. 1888

    Er beginnt ein Studium in Brauwesen an der Katholischen Universität Leuven.

  3. 1891

    Léon schließt sein Diplom mit Auszeichnung ab. Nach einer kurzen Zeit als Geselle bei Het Gouden Kruis bricht er zu einer längeren Reise im Ausland auf, um neue Brautechniken und Fremdsprachen zu lernen. Er lernt u.a. Englisch und Deutsch.

  4. 1892

    Für die nächsten sechs Jahre arbeitet er erfolgreich in der Brauerei der Familie Rodenbach in Roeselare.

  5. 1897

    Ende 1897 beendet er seine Anstellung in Roeselare, als er von Professor Jules Vuylsteke, Leiter des Lehrstuhls für Brauwesen an der KU Leuven, gebeten wird, ihm am Lehrstuhl zu assistieren.

  6. 1898

    Léon Verhelst heiratet Marie Nolfs, die Nichte von Professor Vuylsteke.
    Er wird als Professor an den Lehrstuhl für Brauwesen der KU Leuven berufen. Er wird diese Position 40 Jahre lang verantworten.
    Ihm wird zudem die Leitung der Artois-Brauerei in Leuven übertragen

  7. 1901

    Léon Verhelst wandelt die Brauerei in eine Aktiengesellschaft um und wird der erste Präsident der neu geschaffenen Brouwerijen Artois NV. Er wird die Grundlagen für die größten Erfolge des Unternehmens legen.

  8. 1914

    04.08.: Die Invasion von Belgien beginnt.
    25.08.: Léon wird in seinem Haus von deutschen Truppen umstellt. Ihm gelingt die Flucht im Kugelhagel. Sein Haus und seine private Bibliothek werden in Brand gesteckt und fallen den Flammen zum Opfer.
    16.10.: Léon geht auf unbestimmte Zeit ins Exil. Bis zu seiner Rückkehr leitet er die Geschäfte aus der Ferne, mit Briefen an Baron Eugene de Mevius und seinen Sohn Gustave.

  9. 1919

    Léon Verhelst kehrt im Mai 1919 zu seinem Lehrstuhl und seinem Posten als Präsident der Brauerei Artois nach Leuven zurück. Aus dem Exil bringt er viele technische Innovationen und Erfahrungen mit schwierigen Arbeitsumständen mit.

  10. 1926

    Die Marke “Stella Artois” wird an der Leuvener Handelskammer registriert. Ab 1927 wird die Marke weltweite Bekanntheit erlangen.

  11. 1940

    Léon Verhelst spendet eine große Geldsumme als Unterstützung für die 150 Mitarbeiter der Brauerei, die für den Krieg eingezogen werden, sowie deren Familien.

  12. 1944

    Bombardierung der Städte Leuven, Antwerpen, Lüttich und Mechelen.
    In den Bombenangriffen im April und Mai werden die Brauerei und die Häuser von Arbeitern stark beschädigt. Léon Verhelst mobilisiert weitere Brauunternehmer, um den Wiederaufbau von Leuven zu finanzieren.

  13. 1945-46

    Harte Jahre für die 755 noch in Betrieb befindlichen belgischen Brauereien. Der Aufstieg von Artois in den Folgejahren wird insbesondere durch gutes Management und die 600 engagierten Mitarbeiter der Brauerei begünstigt. Léon Verhelst setzt sich für bessere Information und Ausbildung seiner Mitarbeiter ein.

  14. 1948

    Léon ist 76 Jahre alt und seit 50 Jahren bei Artois, als er und seine Frau beschließen, nach seinem Tod einen großen Teil seines Privatvermögens zu spenden. Voraussetzung ist, dass diese Spende zum Wohle der Mitarbeiter der Brauerei Artois verwendet wird.

  15. 1949

    29.02.: Das belgische Amtsblatt veröffentlicht die Satzung der Stiftung „Fonds Voorzitter Verhelst“. Ihr vorrangiges Ziel ist es, Mitarbeiter in schwierigen Zeiten ihres Lebens zu unterstützen, aber insbesondere auch ihr Wohlergehen und die Entwicklung ihrer Kinder zu fördern.
    In einer Feierstunde zu seinen Ehren am 15. September zeigt sich Léon Verhelst stolz, persönlich zu einem großen Teil der sozialen Initiativen des Unternehmens beigetragen zu haben, oft lange bevor diese rechtlich verpflichtend wurden.

  16. 1955

    18.11.: Léon Verhelst meldet telefonisch seine Teilnahme an einer für den nächsten Tag angesetzten Vorstandssitzung ab. Er fühlt sich nicht wohl. Um 15 Uhr meldet seine Frau, dass sich sein Zustand verschlechtert. Léon Verhelst stirbt noch am selben Abend.

Die Kollegen von damals beschreiben Léon Verhelst als einen bescheidenen Mann ohne Intrigen, mit klarem Blick und ohne Kompromisse. Ein Mann, der sich in seinen Handlungen und Entscheidungen für tausende Menschen zu allererst als deren Diener versteht. Er war kein Freund des Automobils und reiste lieber mit der Straßenbahn. Anstatt mit einem großen Mahl, verbrachte er die Mittagspause lieber in seinem Büro, mit einem Pausenbrot und einer Flasche Leichtbier.

Seine Studenten, Kollegen und Bekannten waren beeindruckt von seiner Stringenz, seiner Großmütigkeit und seinem Sinn dafür, in jedem von ihnen ihr Potenzial zu entwickeln. Sie beschreiben ihn als wahren „Minister“ – nicht in der modernen politischen, sondern in der ursprünglichen lateinischen Bedeutung: als bescheidenen Diener.